Espressomaschinen – Rancilio Silvia oder Bezzera Strega?

kaffeeWenn es um den perfekten Kaffeegenuss geht, ist dem Espressoliebhaber eine gute Maschine noch wichtiger als die Tasse oder das Zubehör. Denn die Zubereitungsart und die Finesse ist gerade entscheidend. Maschinen unterscheiden sich stark voneinander. Viele Maschinen verfügen bereits heute schon über Temperaturwahl des Brühwassers, ein Gehäuse mit Kipphebeschalter und vieles mehr. Auch robuste Messingkessel sind keine Seltenheit. Zwei Maschinen werden nun näher unter die Lupe genommen.

Im Folgenden werden die beiden Espressomaschinen Rancilio Silvia und “Bezzera Strega” verglichen. Gibt es eine “bessere” Maschine für die jeweils unterschiedlichen Bedürfnisse? Ein Kaffeeliebhaber möchte seinen Espresso nur kurz am Morgen zu sich nehmen, der andere eher nachmittags, manche auch sogar abends, nach dem guten Essen.

Die Rancilio Silvia

Die Firma Rancilio wurde 1927 in Parabiago, Mailand, Italien gegründet. Sie gilt als einer besten Hersteller von Espressomaschinen. Die “Silvia” ist eine Maschine von recht simpler Konstruktion, wobei sie mit den industriellen Kaffeemaschinen aber durchaus qualitativ mithalten kann. Es handelt sich um eine Siebträgermaschine mit hohen qualitativen Eigenschaften: gute Verarbeitung, tolles Design und Silberoptik. Die “Silvia” kostet rund 1000 Euro. Sie hat ein Gewicht von ca. 14 Kilogramm und ist somit zwar kein Leichtgewicht, mit 0,3 l Fassungsvermögen für den Erhitzungsvorgang ist sie aber gut im Mittelfeld. Sie kommt mit 1100 Watt sehr schnell auf Betriebstemperatur. Es ist möglich, den Brühvorgang ganz gleichmäßig zu halten dank der neuen Technologie P.I.D. !

Die Bezzera Strega

Die große und etwas teurere (1400 Euro) Bezzera Strega zeichnet sich durch eine professionelle Optik mit großen Hebeln und den besonderen linear abnehmenden Brühdruck aus. Sie hat zudem ein Single-Boiler Zweikreissystem. Dieser garantiert echtes italienisches Aroma, das sich jeder Kaffeliebhaber gerne schmecken lassen möchte. Die elektrisch beheizte Brühgruppe sorgt auch noch für eine sehr kurze Aufheiz- und Brühzeit. Von Luigi Bezzera im Jahr 1885 wurde diese Firma gegründet. Er gilt als der Erfinder des Espresso in der italienischen Zubereitungsart. Der Druck für die Extraktion wird durch eine eingebaute Feder erzeugt. Die Bedienung des Hebels ist nur mit eingeschüttetem Kaffee möglich, wodurch sich die Maschine von anderen unterscheidet. Für den anspruchsvollen Heimbarista ist die Bezzera Strega sicherlich eine gute Wahl. Mit einer Leistung von 1500 Watt und einem Gewicht von 29 kg ist sie deutlich schwerer als die Silvia von Rancilio.

Wenn man sich nun für eine der beiden Maschinen entscheiden muss, so ist die Rancilio Silvia eher etwas für die schnellen Espresso-Genießer, während man sich bei der Bedienung und dem Ausschank bei der Bezzera Strega doch etwas mehr Zeit nehmen kann.